Ausgabe 02 / 2015 - Dr. Herwig Kuczewski

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Das Thema dieser Heftrückseite soll unser Herz sein. Störungen des Herzkreislauf Systems sind unverändert die häufigste Todesursache in allen Industrienationen, also auch bei uns in Deutschland. Jeder von uns kennt tragische Schicksale, wo auch relativ junge Menschen urplötzlich aus dem Leben gerissen werden. Es ist verständlich, dass wir uns auch in der Medizin bemühen, deswegen eine möglichst gute Vorbeugungs-Medizin durchzuführen. In Deutschland werden prozentual die meisten Herzkatheter-Untersuchungen und auch die meisten Stent-Implantationen durchgeführt. Wir verfügen, umgerechnet auf die Anzahl der Bevölkerung, mit Abstand über die meisten Herzkatheterplätze weltweit. Aus unserer Sicht ist es viel sinnvoller, es gar nicht erst soweit kommen zu lassen. Die Versprechungen der pharmazeutischen Industrie sind leider oft sehr übertrieben. Wie sich bei mehreren großen Studien (vor allem in der Interheart study!) gezeigt hat, ist am meisten mit einer vernünftigen Ernährung und ausreichend Bewegung zu holen. Kein Arzneimittel kann auch nur im entferntesten mit dem Effekt dieser Maßnahmen mithalten! Dies gilt vor allem für die Vorbeugung in der Phase, wo es noch nicht zu Herzinfarkten oder ähnlichen Gefäßschäden gekommen ist. Anders sieht die Sache bei der sogenannten „Sekundärprävention“ aus, hier haben die Medikamente einen deutlich höheren sinnvollen Stellenwert. Ist es schon zu einer Herzschwäche gekommen, dann gibt es neben den schulmedizinischen Standard-Medikamenten auch noch andere Stoffe, die hier sehr hilfreich sein können, vor allem das Coenzym Q10. Hier wurde in einer sehr gut gemachten schwedischen Studie gezeigt, dass die Gabe von Q10 die Überlebensrate deutlich verbessert. Seltsamerweise ist diese Studie in der wissenschaftlichen Schublade verschwunden-ob es wohl daran liegt, dass Q10 als Naturstoff nicht patentier-  und vermarktbar ist? Weiterhin ist es immer sinnvoll, auf eine gute Kaliumzufuhr zu achten. Hier gehen die Skandinavier ganz andere Wege als wir und versorgen ihre Bevölkerung mit Kalium-angereichertem Speisesalz. Auch eine gute Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren von klein auf wirkt prophylaktisch, wie epidemiologische Studien zum Beispiel aus Japan oder Dänemark zeigen. Wir beraten Sie gerne!
Ihr Praxisteam
 
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